Ingeborg Bachmann (lässt nicht locker)

Bachmann Biographie

Wer wie ich die österreichische Lyrikerin Ingeborg Bachmann verehrt, verspürt irgendwann mal unvermeidlich das Bedürfnis, mehr über ihr Leben zu wissen, das ja wegen ihrer zahlreichen berühmten Freundschaften (Paul Celan, Hans Werner Henze, Max Frisch und viele andere mehr) stark in der Öffentlichkeit stattfand. In den Fünfzigern war sie eine Jackie Kennedy der deutschen Literatur und galt in der von Männern dominierten Kunstszene als lyrisches Fräuleinwunder. Andrea Stoll berichtet gewissenhaft über die einzelnen Lebensstationen der Bachmann und verwendet dabei manchmal Wörter und Ausdrücke, die ich im Internet recherchieren musste (künstlerische Sense, Coup de foudre, mit den Mitteln der ihr zu Gebote stehenden Sprache, der Schemen).

Andrea Stoll: Ingeborg Bachmann. Der dunkle Glanz der Freiheit


 

Die „Lieder auf der Flucht“ beenden ihren berühmtesten Gedichtband „Anrufung des großen Bären“, der 1956 veröffentlicht wurde und ihre goldenen Jahre in Italien reflektiert. Der letzte Abschnitt der „Lieder auf der Flucht“ liest sich so:

Die Liebe hat einen Triumph und der Tod hat einen,
die Zeit und die Zeit danach.
Wir haben keinen.

Nur Sinken um uns von Gestirnen, Abglanz und Schweigen.
Doch das Lied überm Staub danach
wird uns übersteigen.

 

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